Leistung wird bei den Werten wichtiger
13. September 2010 von Torben
In einer aktuellen Umfrage "Bedeutungswandel von Werten" hat die GfK (Gesellschaft für Kosumforschung) im August dieses Jahres 1015 Männer und Frauen ab 14 Jahren befragt. Untersucht wurde, ob die Bedeutung der Werte Leistung, Innovation, Abenteuer, Macht, Luxus, Optimismus, Solidarität, Sicherheit, Verantwortung, Vertrauen, Verzicht, Wettbewerb und Zuhause in der aktuellen Situation zunimmt, abnimmt oder gleich bleibt.
Aus den Ergebnissen haben die Umfragespezialisten herausgelesen, dass der aktuelle wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland erste Auswirkungen auf die Wertvorstellungen der Deutschen hat. Leistungsbezogene Werte wie Innovationen und Wettbewerb gewinnen demnach derzeit an Bedeutung. Doch obwohl die Prognosen für die deutsche Wirtschaft deutlich nach oben korrigiert wurden, ist es nach wie vor die Sicherheit, die zählt: Knapp drei Viertel aller Befragten sagten, dass deren Bedeutung in der aktuellen Situation weiter zunimmt.
Bereits bei der ersten Befragung im Januar dieses Jahres war die überragende Mehrheit der Deutschen der Meinung, dass Sicherheit als Wert an Bedeutung zulegt. Daran hat sich auch jetzt nichts geändert. Nahezu unabhängig von Einkommen, Herkunft und Geschlecht zeigt sich bei den Verbrauchern weiterhin ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Etwa drei Viertel der Befragten nehmen an, dass Sicherheit in der aktuellen Situation wichtiger wird. Während jedoch im Januar das eigene Zuhause als Ort der Geborgenheit auf Rang zwei folgte, steht heute Leistung höher im Kurs. Etwa zwei Drittel der Deutschen sind der Ansicht, dass es stärker auf Einsatz und Engagement ankommt (+ 7 %). Passend dazu legten auch die Themen Wettbewerb und Innovation zu: Knapp die Hälfte der Befragten (+ 10 %) gaben an, dass es stärker darauf ankommt, konkurrenzfähig zu sein. Und 44 Prozent nehmen an, dass der Weg zurück an die wirtschaftliche Spitze über neue Ideen führt (+ 8 %). Auch dem Thema Macht wird eine höhere Relevanz beigemessen: 32 Prozent meinen, dass es stärker auf Macht ankommt als früher (+ 7 %).
Alle Ergebnisse gibt’s hier.
