Geschäftsklima weiter im Aufwärtstrend
12. August 2009 von Torben
Das Konsumklima ist im Sommer weiter im Aufwind. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung legen laut der aktuellen GfK-Studie zum Geschäftsklima zu. Der Trend zu Neuanschaffungen steigt sogar deutlich. Der Gesamtindikator sieht nach 3,0 Punkten im Juli einen Wert von 3,5 Punkten im August vor und verbessert sich damit stärker als im Vormonat. Im längerfristigen Vergleich bleibt das Konsumklima jedoch auf einem recht niedrigen Niveau.
Nachdem einige Wirtschaftsinstitute ein Ende der ökonomischen Talfahrt signalisieren, schwindet auch bei den Konsumenten der Konjunkturpessimismus. Die Inflation verringert sich und den Bürgern bleibt mehr Geld im Portemonnaie.
Dies honorieren die Konsumenten mit einer erneut steigenden Einkommenserwartung. Zudem sorgen stabile oder sogar sinkende Preise dafür, dass die sogenannte „Anschaffungsneigung“ im Juli von allen Indikatoren am stärksten gewinnt. Neben den günstigen Preisen, gesunkener Inflation und gestiegenen Renten spielt auch die Tatsache eine wichtige Rolle, dass der Arbeitsmarkt bislang noch nicht eingebrochen ist. Für den Spätherbst wird jedoch ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen erwartet.
Anlass zu vorsichtigem Optimismus geben laut der Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung Hinweise aus der Industrie. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vermeldete, dass es Anzeichen für ein Ende des Abschwungs gibt. Die Unternehmen versuchen momentan, Einbußen vor allem durch Kurzarbeit aufzufangen. Um jedoch künftig Entlassungen in größerem Ausmaß vermeiden zu können, müsste sich die Situation in der Wirtschaft dauerhaft stabilisieren.
Bei der Einkommenserwartung legen die Werte im Juli weiter zu: Nach dem deutlichen Plus von 6 Punkten kommen nun noch einmal gut 5 Zähler hinzu und sie weist aktuell 1,8 Punkte auf. Damit liegt der Wert zum ersten Mal seit April 2008 wieder im positiven Bereich. Seit Jahresmitte greifen außerdem die Maßnahmen des Konjunkturpakets II durch z. B. gesunkene Krankenkassenbeiträge und Entlastungen bei der Einkommenssteuer.
Die GfK untersuchte auch das Einkaufsverhalten von Verbrauchern. Demnach sind derzeit technische Konsumgüter beliebt: Der Verkauf von Unterhaltungselektronik stieg um 3,3 Prozent; große Haushaltsgeräte legten um 8,56 Prozent zu, kleine um 6 Prozent; Informationstechnologie steig um 5,5 Prozent.
