Technik in Luxusuhren
19. September 2008 von Torben
In der Darstellung der Technik bei Luxusuhren sollte man sachlich bleiben, damit nicht der Überblick am Markt verlorengeht, denn die Preisbildung der Hersteller richtet sich weitgehend nicht nach rationalen Kalkulationen, sondern mehr nach Werbestategien, Marketingmaßnahmen und in Verbindung mit dem Namen nach dem profilneurotischen Verhalten der Träger von Luxusuhren. Aber auch das wertvolle Material und der bewußt in den Markt eingebrachte Name, Stichwort: Rolex, bestimmen den Preis. Luxusuhren sind keine Wertanlage.
Es gibt eigentlich zwei Techniken am Uhrenmarkt, die althergebrachte mechanische Uhr des Uhrmachers und Handwerkmeisters und andererseits die Entdeckung des Quartz’ als Schwingungsgeber. Eine Quartzuhr eignet sich grundsätzlich nicht als Luxusuhr, es sei denn, man legt den Wert ausschließlich ins Material aussen, Stichwort: Gold, Diamanten. Im Inneren findet sich nicht viel bei einer Quartzuhr, vor allem kein haptisch fühlbares Uhrwerk, das aber den starken Wunsch nach der Uhr ausmacht.
Wahre Luxusuhren haben das althergebrachte mechanische Uhrwerk, das im 13. Jahrhundert erfunden wurde. Es besteht aus Rädchen, Federn und seit 1675 aus der Unruh, die der Franzose Christiaan Huygens erfunden hat, die die Uhr antreiben. Die Unruh, ein kleines präzise gefertigtes Rädchen, dass an den Wellenenden Zapfen zur Lagerung hat. Eine Spiralfeder bildet mit einem Rädchen das Gebilde, das die Genauigkeit der Uhr bestimmt. Hohe Handwerkskunst, die im Laufe der Zeit die mechanische Uhr in ihrer Ganggenauigkeit verbesserten, und Uhrwerke verkleinerten, bekam einen Stellenwert an Fürstenhöfen und Adelshäusern. Allgemeine Wertschätzungen des Uhrmacherhandwerks nahmen Hersteller zum Anlaß, Marketingstrategien zu entwickeln, die eine Reihe von Uhrenmarken wertvoll, für den Träger erstrebenswert machten.
