Exif Daten in Fotos
10. Juli 2008 von Torben
Das Kürzel „Exif“ oder auch „EXIF“ steht für „Exchangeable Image File“. Es steht für ein Dateiformat, welches in den meisten modernen Digitalkameras Informationen über die jeweiligen aufgezeichneten Bilder speichert. Solche Informationen bezeichnet man auch als „Metadaten“. „Exif“ wurde von der Japan Electronic and Information Technology Industries Association (JEITA) entwickelt und war ursprünglich als einheitlicher Standard für Verzeichnisse und Dateien in allen Digitalkameras geplant.
Zu den Informationen, die in „Exif“-Daten gespeichert werden, gehören unter andrem die Brennweite, die Belichtungszeit, die Blendeneinstellung, das Belichtungsprogramm oder der ASA-Wert, welcher die Lichtempfindlichkeit angibt. Außerdem können „Exif“-Daten auch das Datum und die Uhrzeit oder die Format-Orientierung der jeweiligen Aufnahme enthalten. In manchen Fällen können durch den Benutz er zusätzliche Informationen wie ein Kommentar oder der Künstlername den „Exif“-Daten hinzugefügt werden. Die genaue Art der Informationen, die in „Exif“-Daten gespeichert werden, hängt jedoch von dem Modell der Digitalkamera und dessen Hersteller ab.
„Exif“-Daten können sowohl in das TIF (TIFF) Bildformat, als auch in Fotos mit JPEG (JFIF) Format gespeichert werden. Dabei schreiben sich die „Exif“-Daten in den sogenannten „Header“, einem Bereich am Anfang der Bilddatei, der sich noch vor den eigentlichen Bildinformationen befindet.
Die „Exif“-Daten bieten den Vorteil, dass die Umstände und Bedingungen, unter denen die Fotos entstanden sind, bei einer späteren Betrachtung genau nachvollzogen werden können. Diese Informationen sind nicht nur für professionelle Fotografen von großem Interesse, sondern können auch bei der Bildnachbearbeitung durch entsprechende Programme von Bedeutung sein. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass viele ältere Bildbearbeitungsprogramme nicht oder nur sehr schlecht mit „Exif“-Daten umgehen können. Mit solchen Programmen ist es weder möglich „Exif“-Daten anzeigen zu lassen, noch sie zu speichern. In vielen Fällen kommt es sogar vor, dass die Daten bei der Bearbeitung mit älteren Programmen verloren gehen. Auch bei neuer und hochwertiger Bildbearbeitungs-Software kann es zu Komplikationen mit „Exif“-Daten kommen. Besonders bei der Formatierung von TIF oder JPEG in andere Formate ist auch bei diesen Programmen ein Verlust der „Exif“-Daten möglich.
